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Clubtreffen 11.2.2017

Dragon Rally 2017

Da waren wir noch nicht. Man hat zwar schon davon gehört, aber es ist ja auch nicht gerade um die Ecke. Das Wetter soll meistens nicht das Beste sein, und man muß schon wieder mit den Schiffen fahren, die immer so viel Kohle haben wollen. Außerdem sollte es ja erstmal genug mit der Insel sein. Aber Wales ist eine tolle Gegend, wie wir
im Vorjahr festgestellt hatten. Somit wird die Urlaubsanfrage gestartet,
nach B&B gesucht, bei der Fährgesellschaft nachgefragt, und vor
allem versucht ein Ticket für das Treffen zu bekommen. Man muß
nämlich im Vorfeld eine Art Eintrittskarte kaufen. Dadurch kontrolliert der Club die Anzahl der Gäste, und hat natürlich auch
schon die Kohle im Sack. Und man weiß nicht so wirklich was man dafür bekommt.






Über Rotterdam und Hull geht’s auf die Insel. Mit einem Kurzbesuch in Manchester fahren wir Richtung Walles. Nach dem Besuch des Hard Rock Cafes und den bekannten Stadien, bei mir ja schon üblich, geht’s weiter Richtung Snowdonia, dem Nationalpark mit dem Hausberg der Walliser, dem 1085m hohen Snowdon. Genau auf dem höchsten Pass, dem Pen-y-Pass(359m), liegt eine JGH. Da weiter unten, und auch an den Küsten nichts zu bekommen war, war diese mehr als Notlösung gedacht.
Aber freundliche Leute, der gute Zustand, die außergewöhnliche Lage, jedenfalls bei gutem Wetter, und die Handyfreie Zone, machten
mehr als eine Notlösung da raus. Gleich nach der Ankunft sind wir noch nach Conwy zum Clubhaus gefahren. Dort war man verständlicherweise mit den Vorbereitungen beschäftigt. Aber für einen kleinen Smalltalk war noch Zeit.

Mit „All english Breakfast“ begann der nächste Morgen. Wie immer gewöhnungsbedürftig. Aber diesmal konnte man sogar die Würstchen
unfallfrei übers Zepfchen bekommen.
Der Snowdon war ausnahmsweise mal Wolkenfrei und die Sonne kam über die Berge.
Also noch einige kleine Straßen im Süden des Nationalparks erfahren.
Immer wieder überraschend wenn einem auf diesem kleinen, nicht einsehbaren Sträßchen, die Autos auf der „falschen Seite“ entgegen kommen. Aber alles gut gegangen.







Im Tagesverlauf des Freitages füllte sich die Herberge zu 100%.
Alles Fußgänger die im Nationalpark auf den Steinen rum treten wollten. So herrschte am Morgen mächtig Gedränge im Frühstücksraum. Wir waren uns mit den englischen Mopedfahrern einig, daß 95% Unnormale mit den Ranchern auf einen nicht sichtbaren Berg laufen. Der Rest, Normalos mit Motorrädern, bei Schneetreiben den Berg hinunter zum Zelten fährt.
Jedenfalls habe ich dies versucht. Der Anlasser verkanntete direkt
beim ersten Versuch. Das bekannte Valeo-Geräusch wenn sich die Magneten verabschieden und den Rotor blockieren. Nun hat eine Passhöhe den Vorteil, daß es in beide Richtungen zum Starten der Maschine reicht. Unten schaun mer mal wie es weitergeht.

So sind wir dann über den Kontrollpunkt, dort erhält man die
Ortsangabe, wo das Treffen stattfindet, auf den Platz gefahren.
Auf dem Gelände hat man mir zugesagt, daß man mich mit einem Jeep wieder auf die Straße bekommen würde. So haben wir dann bei starkem Wind und waagerechten Niederschlag den Versuch gestartet, ein Zelt aufzubauen. Immer wieder unterbrochen von Plastik- und Zelttüten, sogar leichte Stühle kamen geflogen.







Die Art und Weise der Veranstaltung ist recht einfach aufgebaut.
Ein größeres Zelt, zehn Dixi`s und ein kleiner Imbißwagen mit allem was in weiche Mehlpappe passt sind schon alles. Wenn das Wetter nicht so Scheiße gewesen wäre, ist es im Normalfall auch ausreichend. Trotz diesen Bedingungen trifft man erstaunlicher weise auch am A…. der Welt immer wieder auf bekannte Gesichter. Lang Kalli und Jens, Manni und Gernot aus Oberhausen. Damit war zum Beispiel die Abteilung BVDM recht gut vertreten. Recht früh verkrochen sich viele in Ihre Zelte, oder versuchten sich mit Planen zu helfen. Ein etwas hilfloser Versuch. Am späten Abend ließ wenigstens der Regen ein wenig nach.

Am Sonntagmorgen hat Jens mich dann wieder auf den Asphalt gezogen. Nun heißt es, das Moped darf nicht mehr ausgehen. Standgas etwas höher gedreht und los. Beim ersten Tankstop hat es auch funktioniert. Maschine laufen lassen, bezahlen und wieder los.
In den Pennines, einem Mittelgebirge oberhalb von Manchester, wollte es uns der Winter noch einmal zeigen. Das mit 372m höchste Autobahnstück im Königreich, machte die Fahrt mit Schnee, Schneeregen, Hagel und Graupel zu einem Glücksspiel. Gute dreißig Kilometer war fast nur Schritttempo möglich.
Hoffentlich geht die Karre jetzt nicht aus.

Kurz vor Hull noch einmal die Sache mit der Tankstelle, gut gegangen. Nun aber die Fähre. Man sagte uns, das es noch etwa
1,5 Stunden dauern würde, bis wir aufs Schiff kommen würden.
Aber man wartet auf einem Parkdeck in Höhe der Schiffseinfahrt.
So Deck 7. Dann kann man ja vielleicht schieben. Und in Rotterdam schmeißen sie uns sowieso irgendwie raus.







Es kam aber noch eine kleine Gruppe Gespanne aus SÜW (südl. Weinstraße). Und eine K100 hatte eine Anhängerkupplung. Mit deren freundlicher Hilfe kamen wir sowohl ins Schiff, wie auch wieder raus.
Da ging es uns besser wie dem Harley-Fahrer in der Nachbarbucht.
Er kam zwar auch hinein, aber trotz Reparaturversuch im Schiff,
war eine Weiterfahrt in Rotterdam nicht möglich.
Bei 0° und strahlendem Sonnenschein haben wir uns dann auf den weiteren Heimweg gemacht. An der nächsten Tanke ging das Moped
aber ohne ersichtlichen Grund aus. Und wir hatten schon getankt, und waren beide Austreten gewesen. Die ersten vier Schiebeversuche blieben erfolglos. Man holt sich höchstens noch eine Zerrung in der Wade, durchtrainiert wie man ist. Meine Frage nach Hilfe wurde von
einer Holländische Bautruppe, nach Blick auf mein Kennzeichen,
mit einem deutlich abfälligen „Näää“ beantwortet. Beim letzten Versuch vor dem ADAC, kam dann doch noch ein holl. Mittdreißiger zu Hilfe, und Karin konnte in letzten Moment das Moped zünden.
Nach den ersten Wiederbelebungsversuchen und dem Abnehmen der Sauerstoffmaske hieß es jetzt, nur keinen Fehler mehr machen.
Bis vor die Haustür sind wir so gut 700 Km ohne Anlasser gefahren.

Mit dem ganzen Drumherum, den Leuten und der Landschaft in Wales
war es eine tolle Tour. Aber nur allein wegen des Treffens würden wir wohl nicht noch einmal dort hin fahren.

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