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Tourberichte

Brighton 15/9/2013

Da waren wir noch nicht, kams, als Manni erwähnte, daß er in diesem Jahr dort noch einmal hin möchte. ACE Cafe Run nach Brighton. Also die Veranstaltung mit den Rockern und den Mods aus den 60er Jahren. Dargestellt in dem Film Quadrophenia von der Gruppe „The Who“.
Dann mal planen, und los. Über Holland, Belgien nach Calais in Frankreich. Das mit dem Zelt haben wir weggelassen, und ein Youth-Hostel gebucht. So direkt an der Sea Side.
Man munkelt, daß das Wetter auf der Insel nicht so beständig ist. Mit dem Zug wollten wir unter dem Kanal das Wasser queren. Ist zwar etwas teurer, aber das Teil ist in einer halben Stunde drüben. Ein bisschen Zeit für den Be-und Entladevorgang kommt noch dabei.








Dann halt wieder auf die falsche Seite, und schon geht es Richtung Brighton. Erst ein wenig die Küste entlang, damit man auch was von der Gegend sieht. In Rye gab es die unumgänglichen „Fish and Ships“. Ein Tipp von Manni.
Die Ships waren was für die Möwen. Aber mit dem Wetter hatten wir Glück, und konnten trocken unsere Unterkunft erreichen. Und direkt kam die Ordnungsmacht und bemängelte den Standort fürs Moped. Dabei wollten wir nur ausladen und dann ordnungsgemäß parken. Ein abendlicher Rundgang beendete den ersten Tag.






Am Freitag sollte es einige Kilometer nach Westen gehen. Kleine
Orte wie z.B. Bognor Regis haben ihren Reiz. Vor allen Dingen ist
der Trubel nicht so groß. In Portsmouth schauen wir uns den Küstenstreifen an. Museen und Denkmäler der Navy reihen sich aneinander. Von hier sind viele Schiffe zum D-Day nach Frankreich gestartet. Nach der Mittagspause besuchen wir noch
den alten Hafen. Dort liegen halt die alten Schiffchen. Wobei, Eintritt muß ich für so was nicht bezahlen. Abends, auf der Suche nach etwas Essbarem, fällt auf, daß selbst um 21 Uhr noch die Straßenreinigung unterwegs ist. Selbst bei Wetter ziehen sie unbeirrt ihre Runden. Das habe ich, außerhalb von Veranstaltungen, bei uns noch nicht gesehen. Und am Morgen um sechs Uhr waren sie schon wieder da. Auch mit großen LKWs und diese haben immer dieses Getute wenn sie rückwärts fahren.






Auf der Straße, wo sonst schon mal die Viertelmeile Rennen ausgetragen wurden, war diesmal ein Gaudilauf. 5K Run nannte sich das. Jede Menge Volk, teilweise mit Kostümen, musste durch fünf Farbstationen laufen. Da wurden die Läufer mit dem Farbpulver besprüht. Wofür das gut sein soll weiß ich auch nicht.
Wir sind dann gemeinschaftlich zu einem Stadtbummel aufgebrochen. Der Straßenflohmarkt in den alten kleinen Gassen hat auch was. Am Abend noch mal die Pier besucht, dann auf ein Bier in den Pub in unserem Haus. Leider mussten wir vorher noch eine Rettungsaktion auf der Brücke beobachten. Wie genau, und warum dort einer ins Wasser gefallen ist, wissen wir nicht.
Aber die Rettung dauerte ganz schön lange. Da schwächelt wohl die Orga ein wenig.









Am Sonntagmorgen wurde man von den ersten Motorrädern geweckt. Bei strahlendem Sonnenschein kamen immer mehr Maschinen. Händler und Clubs hatten schon am frühen Morgen ihre Stände und Pavillons aufgebaut. Da wir ja nun mal direkt vor Ort wohnten, sind wir schon recht früh über die Straße gezogen.
So haben wir auch mehr Zeit gehabt mit irgendwelchen Leuten
zu quatschen. Die Stuntshow konnten wir beim Warmfahren beobachten. Ohne Gedränge. Zurück habe ich für die älteste
elektrische Eisenbahn in GB gestimmt. Man muß diese
Rennerei ja nicht übertreiben.
So langsam füllte sich die Piste. So ca. 4 Tausend Mopeds
werden da wohl an diesem Sonntag durchgeschleust.
Da der Tüv durch den Kanal recht wirksam zurückgehalten wird,
sind schon außergewöhnlich Umbauten zu sehen.

So gegen 15 Uhr setzte langsam ein immer stärkerer werdender Wind ein. Die Wettervorhersagen hatten auf einen starken Sturm hingewiesen. Eine Stunde später flogen die ersten Absperrungen und Pavillons durch die Gegend. Somit endete die Veranstaltung recht schlagartig. Wir retteten uns in eine Gaststätte.
Als die Kollegen dann doch irgendwann auf ihren Campingplatz zurück wollten, gab’s draußen das volle Programm. Einige der recht vielen asiatischen Besucher hatten gewichtsmäßige Probleme mit der Standfestigkeit, und mussten sich teilweise an Pfosten und Laternenmasten fortbewegen. Wir brauchten ja nicht so weit bis
zu unserer Herberge.







Schon am späten Abend legte sich der Sturm und am Morgen war das schönste Wetter. Nach dem Frühstück ging‘s wieder ein Stück die Küste entlang um nach Folkestone zu gelangen. Diesmal war der Andrang aber etwas größer und wir mussten fast eine Stunde warten um in den Zug zu kommen. Der Berufsverkehr rund um Antwerpen war aber das einzige Hindernis auf der Heimreise.






Als Fazit der beiden Inseltouren, erstmal habe ich genug von
„auf der falschen Seite fahren“, auch wenn es erstaunlich gut funktionierte. Kreisverkehre kann ich auch nicht mehr sehen.
Die zurückhaltende Fahrweise der Insulaner bringt einen schon
mal zur Weißglut.
Fish and Ships muß so etwas wie eine Epidemie sein.
Erstaunlich war die Freundlichkeit der Leute. Egal, wann und
wo, ob in einer meisterlich aufgebauten Schlange an einem Stand,
oder an der Theke, im Laden oder sonst wo. Schon erschreckend.
Kennt man so nicht wirklich. Aber trotzdem



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