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Treffen 27.1.12 -29.1.12


Warm sollte es werden. Schlammschlacht vorprogrammiert. So waren die Vorhersagen im Web. Die Anfahrt nach Schwandorf entsprach auch den Prognosen. Die letzten hundert Kilometer gab es reichlich Wasser. Mein Zimmer glich einem Trockenraum. Aber das letzte Stück über die B85 war dann wenigstens bis nach Solla trocken.




Thomas war am Sonntag schon im Hieb angereist, und hatte so seine Problem auf das Gelände zu kommen. Da es Samstag noch geregnet hatte, und noch kein Räumfahrzeug in den Kessel gefahren war, blieb sein Mopped in dem Schnee immer wieder stecken. Da half nur eins,
unseren Bauer Erich um Hilfe zu bitten. Er zog dann Thomas nach unten, und räumte gleich ein wenig die Zeltfläche auf.
Auch ich konnte am Montag nicht nach unten durchfahren. So mußte
Thomas mit vereinten Kräften und einer Schaufel helfen. Bergrunter viermal stecken geblieben, so was ist mir in all den Jahren noch nicht passiert. Aber nun waren die Klamotten wieder richtig nass, innen.

Nachdem ich mich eingerichtet hatte, der Grill in Betrieb war, das erste Begrüßungsbierchen vertilgt, und wir zum ruhigeren Teil
übergehen wollten, wurde das Wetter ungemütlich. So zogen sich alle anwesenden ins Tippi der Ofenbauer zurück. Wie der Name schon sagt, herrschten unglaubliche Temperaturen in dem Zelt. Das 200 L Fass, welches auch als Herd diente, zeigte am Schubfach 190 Grad an.
Aber es wurde ein hervorragender Schweinebraten mit Kartoffeln und Backgemüse gezaubert. Nach dem Kochvorgang wurde zwar die Feuerung etwas herunter gefahren, aber es war immer eine Wohltat, wenn man zum Wasserlassen nach draußen gehen durfte.







Dienstag wurden dann die ersten Räumfahrzeuge eingesetzt. Es war schon interessant mit welchen Mitteln versucht wurde, dem Schnee ein Schnippchen zu schlagen. Da es nun auch nachts etwas kälter wurde, war der Schnee schon recht widerstandsfähig. Das ganze Zeug war gut gefroren. So musste dann schweres Gerät eingesetzt werden.

Mittwoch kommt dann unsere weibliche Nachhut. Karin und Petra wollten am Nachmittag vor Ort sein. So haben wir dann versucht mit einem Fahrzeug nach oben zu kommen. Versucht halt. Also Manni
mit seinem Quad gerufen. Dann ging`s am Seil nach oben. Dort hatten
im Sommer die LKW`s mal wieder die Telefonleitungen zerstört.
Und irgendeiner konnte sich an meinen Beruf erinnern. So hatten Thomas und ich schon die Arbeit zugeteilt. Aber irgendwann hatten wir das Chaos im Griff. Sogar die vorgeschriebene Notrufzelle klappte
Und das , wo heute bald jeder mit zwei Handys rumläuft.







Donnerstag der Orgatag. Es wird organisiert, dass der Dreck den Körper kurzzeitig verlässt. Auch müssen einige Lebensmittel nachgeladen werden. Sogar Wasserholen steht auf dem Programm.
Neue Gäste kommen, und man begibt sich ein wenig in eine Ruhefase
und schaut dem Treiben zu. Gaaaaanz ruhig






Wie üblich schaut man auf dem Gelände nach außergewöhnlichem, besonderen und bekloppten Begebenheiten. Und immer ist was dabei.






Am Eingang ist ein Aktivist als Nackedei an der Schilderwand hochgeklettert. Sehr zur Freude der Zuschauer. Vielleicht hatte er eine Wette verloren. Mächtig Spaß hatten die Mädels von der Kasse.
Dass aber eine Dame hinging und seine Kleidung einsammelte, fand er gar nicht lustig. „Madame my clothes, Madame“ war schon mehr flehend. Aber er bekam seine Sachen ja direkt wieder. Auch die neue Webcam am Eingang sorgte für Aufregung. Als die Tschechen dies mitbekamen wurde ein Rundruf gestartet und kurze Zeit später versammelten sich gut über hundert Tschechen am Eingang. Da der Veranstalter dies sprachlich nicht registriert hatte, war der Auflauf schon etwas bedenklich. Aber die Mopedfahrer wollten alle nur in ihre Heimat grüßen. Was zur Folge hatte, daß die Netzadresse für einen gewissen Zeitraum den Geist aufgeben hat.






Langsam haben wir dann den Samstag ausklingen lassen. Man wollte ja früh raus. Meine Q wollte nur nach intensiver Bearbeitung und Starthilfe das Gelände verlassen. Aber nach dem Frühstück in Hengersberg lief sie einwandfrei die 600km nach Hause. Auch Thomas ist mit seinem Fernlichtersatz gut nach Bischoffen gekommen.

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