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Tourenberichte 10.9. – 14.9.15

Brighton 2015

In diesem Jahr war die Truppe etwas größer, die einen Besuch auf die Insel zum „Ace Cafe Run“ starten wollte. Da es ja einige Meldungen über Probleme am Terminal des Eurotunnels gab, waren wir recht
gespannt auf das, was uns erwartet. Aber da sind Franzosen und
Briten doch recht flexibel. Man sperrt sämtliche Parkplätze vor
Calais auf der Autobahn ca. 50km, erhöht die Zäune mit Nato- Stacheldraht, und setzt mehr bewaffnetes Personal ein.
Wir kamen also ohne Probleme aufs Gelände und zu den dann
folgenden intensiven Grenzkontrollen. Sogar nach Sprengstoff
wurde gesucht. Aber unser Zug ist pünktlich abgefahren.






Bei einer kleinen Rast in Rye gibt es das erste Mal „Fish and Chips“. Fast Food auf Englisch. Diesmal konnte man sogar beides essen. Was nicht immer der Fall ist. Detlef wagte sogar eine Portion Softeis.

Nachdem wir in der Unterkunft in Brighton erreicht hatten, haben wir erst einmal eine kleine Versorgungsfahrt für die Grundnahrungsmittel getätigt. Lidl halt. Dann Duschen und einräumen.
Das Hostel war, wie ich schon angedroht hatte, und es auf der
Insel typisch ist, recht teuer und recht einfach. Aber Poleposition.
Beim letzten Besuch war wenigstens noch ein Pub im Hause.
So startete unser erster Ausflug in eine große Hamburgerbude.
Sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Ein kleiner Ausflug nach Portsmouth stand am nächsten Morgen
auf dem Programm. Bisschen die Küste entlang, bisschen Schiffe
gucken. Einen großen Militärhafen und Museumsschiffe gibt es dort.
Sogar die Fähre zur Isle of Wight als Howercraft verkehrt noch.
Die HMS Warrior, die Mary Rose und das Flagschiff von Admiral
Nelson, die HMS Victory liegen da rum. Das Southsea Castle
von Heinrich Vlll, der Spinnacker Tower mit 170m und ein D-Day
Museum. Wobei, das können die Franzosen besser. Dies hatten wir
ja im Juni schon überprüfen können. Es ist allerdings auch mehr in der Normandie zurück geblieben. Aber alles geht sowieso nicht.






Der übliche Spaziergang über die Pier, ein wenig Hamburger
in der Burgerbude, eine kleine Verdauungsrunde durchs Städtchen
und der Absacker vor unserer Herberge beendete den zweiten Tag.






Heute sollte es so etwas wie Wandertag geben. Nach meinem Gefühl.
Samstags ist in der Altstadt immer eine Art Flohmarkt. Jeder stellt
irgendwas hin, was er loswerden möchte. Natürlich machen dies auch unzählige Pubs und sonstige Leckereiverkäufer. Dabei kann man
hervorragend das farbliche Feingefühl der Briten beobachten. So
würde ich noch nicht einmal meine Mülltonne lackieren. Aber
außergewöhnlich und auch mal sehenswert ist es schon.






Nach einer kleinen Mittagspause geht es wieder in das Getümmel.
Brighton ist nun mal die englische Partymeile an der Küste. Da wird
alles gefeiert was geht. Schulabschlüsse, Clubtouren, Volljährigkeit,
erfolgreiche Brustvergrößerungen und ich glaube sogar Todesfälle.
Außerdem ist es auch eine Art Zentrale der nicht heterosexuellen Begegnung. Dies alles erzeugt natürlich ein lustiges Völkchen.
Des Weiteren findet an diesem Wochenende auch eine Oldtimerveranstaltung in der näheren Umgebung statt. Da müssen
natürlich alle Fahrzeuge zum Schaulaufen auf der Küstenstraße promenieren. Und das mehrfach. Wenn dann noch einige Missgeschicke der Anderen die Veranstaltung erheitern, hat dat wat.
So das Moped welches direkt auf der Promenade verreckt, oder der schwungvolle Abstieg eines deutschen Kollegen, der dabei seinen
Schlüssel in dem einzigen Gulli weit und breit versenkt.






An diesem Abend sind wir dann mal außergewöhnlicher Weise
zum Italiener gegangen. Da wir recht früh unterwegs waren, bekamen
wir für unser Gruppe auch einen Tisch. Nachdem mal eben
zwei Personen ausquartiert worden sind. Es war schon ein recht großer Laden, der sich über mehrere kleine Häuser zog. Aber was
wirklich abging, sahen wir erst beim Verlassen des Hauses.
Leute ohne Ende und die typische englische Schlange. Aber man
munkelt, daß Engländer ohne Schlangestehen und Überbrückung
der Wartezeit an der Bar, ihr Abendmahl nicht genießen können.
Die spinnen die Briten. Wir haben unseren Absacker dann lieber
in unserer Unterkunft genossen.

Am Sonntag nun der eigentliche Tag des „Runs“ Schon in den
frühen Morgenstunden werden die Absperrungen aufgebaut und
rigoros verteidigt. Die Clubs und Verkäufer bauen ihre Stände
auf. Für uns heißt es, den ganzen Tag die Marina rauf und runter
dackeln. Da ohne Unterlass Motorräder kommen, und auch wieder
fahren, ändert sich die Showbühne innerhalb von Minuten.
Wobei wir von unserem Standort aus schon viele bei der Anfahrt
beobachten können. Das Dröhnen der Mopeds übertrifft das Rauschen der Wellen bei weitem. So geht es für uns nach einem
„hervorragendem“ Frühstück auf die Piste. Für jemanden der eine
derartige Ansammlung von Motorrädern noch nicht gesehen hat,
eine beeindruckende Vorstellung. Vor allem wenn man die Show
der Selbstdarsteller betrachtet. Und das können die Briten.
Es ist unmöglich alle Besonderheiten im Bild festzuhalten, somit
gibt’s hier nur einen kleinen Ausschnitt der Ereignisse.







Unser Abschlussessen war dann wieder in der Burgerbude. Aber
da konnte wohl einer keine Fleischklöpse mehr sehen, und hat
den Teller nicht leer gegessen. Somit sind wir am nächsten Morgen
bei strömenden Regen Richtung Eisenbahntunnel gefahren.
Bei der Dichtigkeitsprüfung der Klamotten habe ich dann auch noch verloren.

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